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Thomas Eigstler wünscht Ihnen eine besinnliche Fastenzeit!

Vielen Dank für Ihr Interesse und viel Spaß beim Durchklicken dieser Seiten!


Was macht denn eigentlich ein Bürgermeister?

Interessiert? Dann lesen Sie einfach weiter...

Was sollte ein Bürgermeister alles können?


"Er muss Beichtvater und Psychotherapeut sein, er muss gerissener Immobilienmakler und Rosshändler im besten Sinne sein, er muss zuhören können, ausgleichen, Verantwortung tragen und delegieren. Am besten sind wir Jurist, Pädagoge, Alleinunterhalter, Psychiater, Wirtschaftsprüfer, Manager, auch Vater und Mutter, bisweilen auch Volkstribun.
Ich sag' Euch eines, Freunde! Der Wolpertinger ist keine Legende. Er ist keine Legende, denn er lebt! Wir Bürgermeister sind die fleischgewordenen Wolpertinger der Politik!"

Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, zitiert in der Festrede zum Jubiläum 100 Jahre Bayerischer Gemeindetag am 28. März 2012 seinen Vorgänger und zieht daraus seine Schlüsse

Der Tausendsassa auf dem Chefsessel

"Was muss ein Bürgermeister alles können? Die Antwort ist ganz einfach: Am besten alles! Wohl kein anderes Amt und keiner anderer Beruf erfordern derart viele Qualifikationen, Passionen und natürliche Talente in einer Person wie das eines Bürgermeisters. Denn anders als die Politiker im Raumschiff Berlin, die monatelang über Maut und Mindestlohn debattieren, muss er sich Tag für Tag der Bürgerschaft stellen, sich an seinen Leistungen messen lassen.Diese haben die Bürger meist direkt vor der Nase - in Form von Schlaglöchern oder der Sanduhr auf dem Computerbildschirn. Gesunder Menschenverstand reicht aus, um zu erkennen, was die im Rathaus da wieder verzapft haben. Anders als in Berlin oder in der Bayerischen Staatskanzlei steht der erzürnte Bürger am nächsten Tag auf der Matte und stellt "seinen" Bürgrmeister zur Rede. Oder entfacht einen "shitstorm" im Internet. Das ist der Alltag der repräsentativen Demokratie.
Es lässt sich bereits erahnen, welches Anforderungsprofil an den Mann oder an die Frau im Rathaus gestellt wird. Dabei zählt zu den selbstverständlichen Voraussetzungen, dass er das, was er von anderen verlangt, zuerst einmal selbst vorlebt. Im Grund genommen ist ein Bürgermeister nichts anderes als ein Familienvorstand. Er hat ein leuchtendes Beispiel abzugeben für Redlichkeit, Wahrhaftigkeit, Bescheidenheit, Großzügigkeit, Gelassenheit, Leidenschaft, Gemeinschaftssinn, Menschlichkeit, Engagement, Opferbereitschaft, Toleranz. Respekt und Weitsicht. Kommt dann noch eine gehörige Portion Schlitzohrigkeit dazu, dann ist er fertig, der Tausendsassa. Manche der Tugenden sind auch noch gegensätzlicher Natur. So soll ein Bürgermeister einerseits Leidenschaft zeigen und andererseits Gelassenheit....

Dr. Jürgen Busse, ehemaliges geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Gemeindetags, in der Verbandszeitschrift Nr. 2/2014, Seite 39

Wie sieht der typische Arbeitstag aus?

"Vor dem Dienstbeginn im Rathaus eine Tour zu diversen aktuellen Baustellen, dann ein paar Stunden Schreibtischarbeit, bis es wieder hinausgeht, diesmal zum Landratsamt, zur Bezirksregierung, zu den allgegenwärtigen Fachbehörden, zu Grundstücksverhandlungen, zu Schlichtungsgesprächen mit Bürgern, am Abend dann noch in den Gemeinderat, zu Vereinssitzungen usw. Ein oft mühseliges, aufreibendes Geschäft, das jedoch einen unschätzbaren Vorteil hat: Wir Bürgermeister haben dadurch den besten Aussichtspunkt auf die Welt um uns herum..."

Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, in seinem Weihnachtsbrief an die Bürgermeister von 17. Dez. 2012

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