Aktuelles
Adventlicher Seniorennachmittag im Kapitelsaal
Am So, 4. Dez. 2016 fand nachmittags ab 13:30 Uhr zum 47. (...) weiter >>
 
KPV-Bezirksvorstandssitzung besucht
Am Fr, 2. Dez. 2016 fand mittags um 12:00 Uhr eine Sitzung der (...) weiter >>
 
Sitzung des Verwaltungsbeirats geleitet
Am Do, 1. Dez. 2016 fanden abends am 20:00 Uhr die nichtöffentlichen (...) weiter >>
 
Neue Bürgermeister in Hattstatt
Am Mi, 30. Nov. 2016 fand in unserer Partnergemeinde Hattstatt (...) weiter >>
 
AGA-Mitgliederversammlung besucht
Am Fr, 25. Nov. 2016 fand vormittags ab 09:30 Uhr die Mitgliederversammlung (...) weiter >>
 
Ermengerster Dorfweihnacht besucht
Am Barbaratag So, 4. Dez. 2016 fand ab 17:00 Uhr vor dem Dorflädele (...) weiter >>
 


Herzlichen Dank für Ihre Stimme und Ihr Vertrauen!

Auf weitere erfolgreiche 6 Jahre Amtszeit.

Ihr Thomas Eigstler

Was macht denn eigentlich ein Bürgermeister?

Interessiert? Dann lesen Sie einfach weiter...

Was sollte ein Bürgermeister alles können?


"Er muss Beichtvater und Psychotherapeut sein, er muss gerissener Immobilienmakler und Rosshändler im besten Sinne sein, er muss zuhören können, ausgleichen, Verantwortung tragen und delegieren. Am besten sind wir Jurist, Pädagoge, Alleinunterhalter, Psychiater, Wirtschaftsprüfer, Manager, auch Vater und Mutter, bisweilen auch Volkstribun.
Ich sag' Euch eines, Freunde! Der Wolpertinger ist keine Legende. Er ist keine Legende, denn er lebt! Wir Bürgermeister sind die fleischgewordenen Wolpertinger der Politik!"

Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, zitiert in der Festrede zum Jubiläum 100 Jahre Bayerischer Gemeindetag am 28. März 2012 seinen Vorgänger und zieht daraus seine Schlüsse

Der Tausendsassa auf dem Chefsessel

"Was muss ein Bürgermeister alles können? Die Antwort ist ganz einfach: Am besten alles! Wohl kein anderes Amt und keiner anderer Beruf erfordern derart viele Qualifikationen, Passionen und natürliche Talente in einer Person wie das eines Bürgermeisters. Denn anders als die Politiker im Raumschiff Berlin, die monatelang über Maut und Mindestlohn debattieren, muss er sich Tag für Tag der Bürgerschaft stellen, sich an seinen Leistungen messen lassen.Diese haben die Bürger meist direkt vor der Nase - in Form von Schlaglöchern oder der Sanduhr auf dem Computerbildschirn. Gesunder Menschenverstand reicht aus, um zu erkennen, was die im Rathaus da wieder verzapft haben. Anders als in Berlin oder in der Bayerischen Staatskanzlei steht der erzürnte Bürger am nächsten Tag auf der Matte und stellt "seinen" Bürgrmeister zur Rede. Oder entfacht einen "shitstorm" im Internet. Das ist der Alltag der repräsentativen Demokratie.
Es lässt sich bereits erahnen, welches Anforderungsprofil an den Mann oder an die Frau im Rathaus gestellt wird. Dabei zählt zu den selbstverständlichen Voraussetzungen, dass er das, was er von anderen verlangt, zuerst einmal selbst vorlebt. Im Grund genommen ist ein Bürgermeister nichts anderes als ein Familienvorstand. Er hat ein leuchtendes Beispiel abzugeben für Redlichkeit, Wahrhaftigkeit, Bescheidenheit, Großzügigkeit, Gelassenheit, Leidenschaft, Gemeinschaftssinn, Menschlichkeit, Engagement, Opferbereitschaft, Toleranz. Respekt und Weitsicht. Kommt dann noch eine gehörige Portion Schlitzohrigkeit dazu, dann ist er fertig, der Tausendsassa. Manche der Tugenden sind auch noch gegensätzlicher Natur. So soll ein Bürgermeister einerseits Leidenschaft zeigen und andererseits Gelassenheit....

Dr. Jürgen Busse, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Gemeindetags, in der Verbandszeitschrift Nr. 2/2014, Seite 39

Wie sieht der typische Arbeitstag aus?

"Vor dem Dienstbeginn im Rathaus eine Tour zu diversen aktuellen Baustellen, dann ein paar Stunden Schreibtischarbeit, bis es wieder hinausgeht, diesmal zum Landratsamt, zur Bezirksregierung, zu den allgegenwärtigen Fachbehörden, zu Grundstücksverhandlungen, zu Schlichtungsgesprächen mit Bürgern, am Abend dann noch in den Gemeinderat, zu Vereinssitzungen usw. Ein oft mühseliges, aufreibendes Geschäft, das jedoch einen unschätzbaren Vorteil hat: Wir Bürgermeister haben dadurch den besten Aussichtspunkt auf die Welt um uns herum..."

Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, in seinem Weihnachtsbrief an die Bürgermeister von 17. Dez. 2012

Und so sieht es das höchste bayerische Gericht im besten Juristendeutsch!

"...Die Kommunalgesetze weisen berufsmäßigen ersten Bürgermeistern...umfangreiche Aufgaben im Hinblick auf die Verwaltung und Vertretung der Gemeinden...zu. Die damit verbundene Verantwortung verlangt, soll sie ordnungsgemäß und wirkungsvoll wahrgenommen werden, ein erheblichen, den Durchschnitt übersteigendes Maß an Arbeitseinsatz, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit im Sinn physischer und psychischer Belastbarkeit. Der erforderliche, der gewissenhaften Erfüllung der Amtspflichten gesschuldete Einsatz ist nicht nur umfangreich, sondern insbesondere nicht oder nur begrenzt absehbar und dementsprechend nicht steuerbar. Vieles lässt sich zeitlich nicht frei disponieren, mituner sind unaufschiebbare Entscheidungen zu treffen. Eine "geregelte" Arbeitszeit ist den Anforderungen des Amts fremd.
Die wesentliche Bedeutung der unbeeinträchtigten Leistungsfähigkeit eines berufsmäßigen ersten Bürgermeisters...erschließt sich auch anhand der gesetzlichen Vertretungsregeln. Diese sehen bei den berufsmäßigen Bürgermeistern im Regelfall...eine ehrenamtliche Vertretung vor. Der Gesetzgeber durfte daher  in seinen Überlegungen einbeziehen, dass ehrenamtliche Vertreter regelmäßig nicht in der Lage sein werden, den (zeitlichen) Anforderungen einer hauptamtlichen Tätigkeit mittel- oder gar langfristig Rechnung zu tragen..."

Auszug aus der Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 19. Dez. 2012 zur Feststellung der Verfassungsmäßigkeit der Altersgrenze für hauptamtliche Bürgermeister

Downloads